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Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine der schönsten Zeiten Ihres Lebens und soll als solche von Ihnen mit Freude durchlebt werden.

Hierbei müssen allerdings einige wichtige Dinge beachtet werden, damit Sie und Ihr Kind die gemeinsamen „zehn Monate“ gut überstehen!

Hierfür tun wir alles medizinisch-technisch sowie menschlich Mögliche!

Im Folgenden finden Sie Grundsätzliches, Hintergrundinformationen für das tägliche Leben sowie Zusatzinformationen zu wichtigen „ergänzenden Untersuchungen“!

Allgemeine Mutterschafts-Richtlinien

Von den Krankenkassen werden nur die einfachen Grunduntersuchungen übernommen.

Hierzu zählen Untersuchungen im vierwöchigen Abstand mit einfachen Blut- und Urinuntersuchungen (Hb,Blutgruppe,Rhesusfaktor, a.W. auch HIV-Test, Urinstick)
ab 28.SSW Herz-Wehen-Schreibung (CTG)
ab 32.SSW Untersuchungen im zweiwöchigen Abstand.
(Siehe Merkblatt "Schwangerschafts-Vorsorge")

Ultraschall ist nach heutigem Kenntnissstand eine für Mutter und Kind unschädliche Untersuchung, auch bei wiederholter Anwendung. Es können eine Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen und Fehlbildungen ausgeschlossen werden. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass trotz modernster Technik und größter Sorgfalt nicht alle Erkrankungen und Fehlbildungen erkannt werden können. Auch sind Ultraschallbefunde nicht immer klar einzuordnen.

Es sind im Schwangerschaftsverlauf nur drei Ultraschalle vorgesehen, jeweils einmal im Quartal. Weitere Untersuchungen werden von mir bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. "Baby-Fernsehen" ist keine Kassenleistung und wird separat berechnet.

Medikamente in der Schwangerschaft

Regel: Medikamente sollten in der Schwangerschaft grundsätzlich mit Vorsicht, nur bei Notwendigkeit und nach Rücksprache mit dem Arzt/Frauenfacharzt eingenommen werden.

Ganz besondere Vorsicht müssen Sie in den ersten zwölf Wochen walten lassen, da wegen der Organentwicklung schlimmere Schäden (Organmissbildungen) auftreten oder Fehlgeburten ausgelöst werden können.
Ab 4. Monat sinkt das Risiko vor allem für Organmissbildungen, trotzdem beachten Sie bitte die oben angegebene Regel.

Am Besten ist es individuelle Probleme vor allem bei Dauermedikation (z.B. Asthma) mit dem Facharzt zu besprechen und jeden behandelnden Arzt vor der Verordnung auf Ihre Schwangerschaft hinzuweisen.

Bei unklarem Risiko oder irrtümlicher Medikamenteneinnahme sollten Sie zu Ihrer eigenen Beruhigung mit einem Arzt Rücksprache halten.

Nach der Schwangerschaftsfeststellung werden Ihnen „Folsäure“ zum Schutz vor offenem Rücken sowie „Jodid“ wegen des erhöhten Bedarfs verordnet.

Ernährung in der Schwangerschaft

Hier ist es besonders wichtig, lange gehegte ungesunde Eßgewohnheiten zu Beginn abzulegen und auf eine gesündere maßvolle Lebensweise umzustellen.

Besonders die Vorstellung „für Zwei“ zu essen kann fatale Folgen für Sie oder Ihr Kind haben („Schwangerschaftsdiabetes“, Fettsucht, „Riesenbaby“).

Ihr Mehrbedarf beträgt 400 - 500 kcal pro Tag je nach Ausgangsgewicht, was am Ende der Schwangerschaft einem Mehrgewicht von nicht mehr als 12kg entsprechen sollte!

Hungern oder Diäten sollten vermieden werden, da es aufgrund der Stoffwechselumstellung ansonsten zu Schäden beim Kind kommen kann.

Bedenken Sie bitte, je disziplinierter man sich in der Schwangerschaft verhält, desto eher nähert man sich wieder seinem Ausgangsgewicht.

Sie sollten reichlich Milch- und Milchprodukte (Jogurt, Quark, Käse), viel frisches Obst- und Gemüse und nicht zu viel Kohlehydrate (Nudeln, Cola etc.) zu sich nehmen.
Fisch ist sowohl wegen des Jods als auch der ungesättigten Fettsäuren, die für die Entwicklung Ihres Kindes wichtig sind, zu empfehlen!

Ihre Veranlagung für eine „Zuckererkrankung“ kann und sollte zu Beginn und in der 28.SSW durch einen „Zuckerbelastungstest“ auf Wunsch (=IGEL) ausgeschlossen werden.

Durch den erhöhten Calcium- und Vitamin-D-Bedarf, der oft nicht ausreichend über die Nahrung gedeckt wird, steigt das Risiko einer „Osteoporose“.

Ihr persönliches Risiko kann durch eine „Osteoporose-Messung“(=ODM) abgeklärt und bei Bedarf therapiert werden.

Nahrungsergänzungs-Präparate stellen eine sinnvolle Ergänzung dar, da die meisten unserer Nahrungsmittel, auch Obst-und Gemüse, aufgrund von Lagerung oder „Bestrahlung“ nicht mehr ausreichend Vitamine oder Spurenelemente enthalten.

Die Einnahme wird von vielen Fachverbänden sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen!!

Nikotin sollte vermieden oder zumindest deutlich reduziert werden, da es als Gefäßgift die Blutversorgung durch die Plazenta verschlechtert (ACHTUNG auch bei „Passiv-Rauchen“)

Alkohol: Ein Glas Bier, Sekt oder Wein schaden nicht, sollten aber nicht regelmäßig oder übermäßig genossen werden.

Schwarzer Tee: kann die Eisen-Aufnahme im Darm hemmen und sollte nicht in zu großen Mengen genossen werden.

„Toxoplasmose“: Rohes Fleich, Rohmilchkäse, Salami und biogedüngtes Gemüse sollten wegen der Toxoplasmosegefahr, rohe Eier wegen der Salmonellengefahr gemieden werden.

Falls Sie vor der Schwangerschaft schon eine Toxoplasmose hatten, besteht kein weiteres Risiko.
Hierzu empfehlen wir zu Beginn, in der 24. sowie in der 36.SSW die Abklärung durch eine Blutuntersuchung (=IGEL)!

Sport in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommt es zu verschiedensten „Umstellung“ ihres Körpers, die sowohl die Herz-Kreislauffunktion (vermehrtes Blutvolumen),
Stoffwechselfunktionen(Schilddrüse und Zuckerumstellung) aber auch das Muskel- und Skelettsystem (Auflockerung der Knorpel und Bänder) betreffen.

Hierdurch können verschiedene Probleme oder Krankheiten entstehen.
Wichtig ist zu wissen, dass sich fast alle „Probleme“ nach der Geburt wieder zurückbilden!

Dies bedeutet aber auch, dass sie sich und ihren Körper „fit halten“ sollten.

Da bei intensiver sportlicher Belastung Körpertemperaturen von 40 oder 41° C keine Seltenheit sind, sollte besonders zu Beginn in den ersten zwölf Wochen wegen der Gefahr einer Fruchtschädigung durch „Überwärmung“ auf zu intensiven Sport verzichtet werden.

Gleiches gilt auch für Sauna und Solarium, die prinzipiell weiter benutzt werden können, nur nicht so lange und hoch temperiert.

Ideale „Fit-Macher“ sind Schwimmen, Gymnastik, strammes Spazieren oder Walken sowie Fahrradfahren(Achtung: Sturzgefahr bei höherem SS-Alter).

Auch verschiedene Ballsportarten wie Tennis, Golf, Basketball können noch längere Zeit weitergeführt werden.

Skilanglauf kann prinzipiell während der gesamten Schwangerschaft gemacht werden, sollte aber aus Vernunftsgründen ab dem achten Schwangerschaftsmonat unterlassen werden.
Alpinski ist in den ersten zwölf Wochen sowie im letzten Drittel wegen erhöhter Verletzungsgefahr durch andere besser zu unterlassen.
Hierbei sollten Sie auch die Aktivitäten wegen der dünneren Luft auf unter 2000 m Höhe beschränken.

Jegliche Form von Kampfsportarten, Tauchen sowie Marathon sind streng verboten und müssen bis nach der Schwangerschaft warten!

Auf alle Fälle sollte immer der „Spaß-Faktor“ im Vordergrund stehen und ihr Sport nach dem Motto „mäßig aber regelmäßig“ betrieben werden.

Reisen und Schwangerschaft

Auf die schönsten Tage des Jahres brauchen sie auch nicht während ihrer Schwangerschaft zu verzichten, man muss allerdings einige wichtige Dinge beachten !

Diese sind:

Reiseziel: Am Besten sind natürlich die „gemäßigten Zonen“ in Mittel- und Süd-Ost-Europa, wo man nicht so mit Klimaschwankungen zu kämpfen hat, die ihren Kreislauf und damit auch die Schwangerschaft belasten.
Aufpassen muss man bei Reisezielen mit erhöhten Klimabelastungen und Sonne wie Wüstenzonen und Subtropischen Regionen und großen Höhen

Dauerhafter Aufenthalt über 1800 m sollte besonders in Verbindung mit körperlichen Aktivitäten (Skilauf, Bergwandern, Trecking) vermieden werden.

Verkehrsmittel: Mit dem Auto kommen sie zwar überall hin, aber nicht immer bequem. Deshalb sollten längere Autofahrten vermieden werden oder zumindest häufigere Pausen einlegen, um ihre Blutzirkulation (Thromboserisiko) nicht zu beeinträchtigen.
Wichtig sind auch die entspannte Sitzposition, lockere Kleidung, reichlich Flüssigkeit und leichte Kost.

Denken sie daran, dass der Sicherheitsgurt einengt und die Verletzungsgefahr im Auto größer ist als bei einer Bahn- oder Flugreise.

Ideal ist eine Flugreise bei der die Flugzeit bis max.4-5 Stunden betragen sollte, bei längeren Flugreisen sollte der Arzt befragt werden.
Auch hier gilt, bequemes Sitzen mit häufigem Herumlaufen, reichlich Trinken, jedoch keinen Alkohol und leichte Kost.
Vor Flugreisen sollte immer eine FA-Untersuchung erfolgen, um das Risiko von möglichen Problemen im Urlaub zu minimieren, sowie eine individuelle „Reiseberatung“ („IGEL“), die speziell auf ihre Belange eingeht.
Außerdem ist die Ausstellung eines „Flugattestes“ sinnvoll, wird es doch von vielen Fluggesellschaften verlangt.

Bei besonderen Risiken wie nach Blutungen und komplizierter Schwangerschaft sollten sie nach der 32.SSW nicht mehr fliegen.

Bei Mehrlingsschwangerschaften, Cervixinsuffizienz, und vorzeitigen Wehen ist von Flügen generell abzuraten.

Ab 36.SSW sollten keine Flugreisen mehr unternommen werden, außer sie hätten „IHREN Gynäkologen“ mit an Bord.

Die brauchen übrigens keine Angst vor der erhöhten Strahlenbelastung zu haben, da das Gesamtrisiko auf Schädigungen sehr gering ist, nur 1% höher als Bodenstrahlung und damit zu vernachlässigen.

Bei Langstreckenflügen sind Thrombosestrümpfe oder die prophylaktische Einnahme von Blutverdünnungsmitteln empfehlenswert.

Achtung: bei Flügen in der späteren Schwangerschaft denken sie unbedingt über den Abschluss einer „Familienversicherung“ nach, da bei einer Frühgeburt im Ausland die Kosten der Säuglingsbehandlung nicht von der Reisekrankenversicherung abgedeckt werden!!!

Impfungen: Impfungen sind generell wichtig und sollten auch in der Schwangerschaft aufgefrischt werden.
Besonders sind sie bei Fernreisen nach Zentralafrika oder Fernost zu empfehlen, da hier ein erhöhtes Infektionsrisiko für einige Krankheiten besteht.

Bei der infektiösen Hepatitis (Hep.A) ist unbedingt zu einer Impfung zu raten, auch zur Tetanus- und Diphterie- Impfung, die auch in der Schwangerschaft bedenkenlos durchgeführt werden können.

In Indien unbedingt an die Tollwut-Impfung denken.
Reisediarrhoe ist nicht ungefährlich, weshalb ein Gegenmittel sowie Elektrolytlösungen nicht in der Reiseapotheke fehlen sollten.
Malariagefährdete Reiseziele (Feuchtgebiete in Südamerika,Afrika,Asien,Fern=
Ost) werden nicht empfohlen, da eine Schwangere schneller erkrankt und es schwerere Verläufe geben kann.
Bei dringend notwendigen Reisen kann eine medikamentöse Prophylaxe (Resochin, Paludrin, Lariam) erfolgen.

Ansonsten kann ich Sie auf Wunsch über notwendige "Reiseimpfungen", Ihre Reiseapotheke und Verhaltensmaßnamen am Urlaubsort beraten.

Missbildungs- Spezial- Ultraschalldiagnostik

Da jede Schwangerschaft ein Basis-Risiko für Fehlbildungen von 2-4% hat, ist generell die weitere Abklärung unabhängig vom Alter zu empfehlen.

Die "Nacken-Transparenz-Ultraschalluntersuchung" ist die zurzeit beste nicht-invasive Methode zum Ausschluss von Fehlbildungen. Auf Grund der Kombination von Ultraschall-Merkmalen, Blutbefunden und individuellen Merkmalen kann ein sehr genaues Risiko errechnet werden, ist aber trotzdem ein indirektes Verfahren und damit nicht 100% sicher.
Bei Auffälligkeiten können weitere Maßnamen wie die Amniocentese (Fruchtwasserpunktion) notwendig werden.

"Organ-Screening-Ultraschall": Da bei den normalen Untersuchungen nur Vitalität und Wachstum überprüft werden sollen, aber keine Feindiagnostik, wird von den Fachverbänden noch ein weiteres Organ-Screening zwischen 24. und 28. Woche empfohlen. Hier werden anhand einer Checkliste nahezu alle Organe kontrolliert, inklusive Nabelschnur, Fruchtwasser und Bewegungsmuster des Kindes (siehe Merkblatt zur Ultraschall-Untersuchung).